Die Geschichte der Wünschelrute
Die Wünschelrute ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon aus der Zeit weit vor Christi Geburt gibt es eindeutige Zeugnisse von Wünschelruten. Dabei sind unter dem Begriff Wünschelrute alle Arten, wie Einhandruten, Winkelruten und Winkelruten zusammengefasst.
Aus der Zeit 6000 v. Chr sind uns die Felsenbilder von Tassili in der nördlichen Sahara bekannt, die Rute und Pendel zeigen. In der Zeit von ca. 4000 1500 v. Chr.: entstehen im nordwestlichen Kapland Wandmalereien von Buschmannern, die bis heute noch stumme Zeugen radiästhetischer Arbeit.sind.
Fresken aus dem alten Ägypten, die einen Rutengänger zeigt
Und aus der Zeit von ca. 3000 300 v. Chr fand man in den Grabstätten von Pharaonen im "Tal der Könige" (Ägypten) Bilder von Priestern mit dem Gabelzweig. Einige Gräber enthielten Pendel als Totenbeigabe
Auch in China war die Wünschelrute ein geschätztes Werkzeug. Etwa 2200 v. Chr. erließ der Kaiser Kuang Yü in China ein Edikt, in dem es hieß, daß kein Haus gebaut werden dürfe, bevor die "Erdwahrsager" (heute Rutengänger und Pendler) nicht bestätigt hätten, daß die Baustelle frei von "Erddämonen" (Erdstrahlen) sei. Auf einem Relief aus der damaligen Zeit ist der Kaiser Kuang Yü mit der Wünschelrute dargestellt.
Bei Ausgrabungen in Babylon fand man den gegabelten Stock an den Säulen eines Tempels. Aus dieser Zeit, ca. 2000 v. Chr., ist aus dem Kulturkreis der Hethiter ein Relief eines Rutengängers erhalten.
Stich eines Wünschelrutengängers aus dem 18. Jahrhundert
In der Zeit von 600 100 v. Chr wird in keltischen Liedern sowie Bardenliedern des Druidenordens die Rute erwähnt
In sämtlichen großen Kulturkreisen Ägypter Etrusker Griechen Kelten und Römern spielte Wasser mit besonderen Eigenschaften, sog. heiliges Wasser, eine herausragende Rolle. Von den AuguralWissenschaften der Etrusker (welche nachgewiesenermaßen ihre Städte nach dem (GlobalNetz) ausgerichtet haben) sind folgende Dinge bekannt:
Diese Rutengängerkaste (Aquilices) konnte mit ihrer (Lituus) genannten Rute (ein Bronzeblech in Spiralform) rechts von linksdrehendem Wasser eindeutig unterscheiden. Diese Künste waren hoch angesehen und geheim, weshalb es auch keine genauen Überlieferungen hierfür gibt.
Auch die Kaste der römischen Rutengeher, die sog. (Auguren) überließen nichts dem Zufall. Sie konnten genau unterscheiden zwischen Trink oder Gebrauchswasser, heilendem Wasser (Heilbäder), mineralhaltigem Wasser (Thermen) und heiligem Wasser (für Kultzwecke wie Taufe oder Reinigung).
Dies erklärt unter anderem, weshalb Wasser durch Aquädukte über große Distanzen transportiert wurde um bei Stadtgründungen ein besonderes Wasser zur Verfügung zu haben. In der Regel waren dies grundlegend rechtsdrehend schwingende Wässer um z.B. Seuchen vermeiden und Lebensprozesse positiv zu beeinflussen.
Im Nibelungenlied wird die Wünschelrute (wunsciligerta) oft erwähnt. Wolfram von Eschenbach erwähnt die Wünschelrute im (Parzival). Auf einem Wiener Bilddokument von 1420 wird eine Wassermutung. gezeigt.
Zwischen 1.100 und 1.300 n. Chr. wird die Wünschelrute von Hildegard v. Bingen, Wolfram von Eschenbach (im Parzival) und Konrad von Würzburg genannt. Sie sprechen von der Würü ( Wünschelrute )
Und in seinem Testament von 1480 hinterläßt der Benediktinermönch und Alchemist Basilius Valentinus detaillierte Anweisungen über den Gebrauch der Rute.
Bergleute und Erzsucher, z.T. mit Wünschelrute, in Acricolas Buch "De re metallica" von 1556
Im 16. Jahrhundert erscheint das erste Werk der Mineralogie ( De natura fossilium) vom Arzt und Minarologen Georgius Agricola (1494 1555),worin der Einsatz der Wünschelrute zum Aufspüren von Erzgängen dargestellt wurde
Um ca. 1600 entsteht der Stadtkern der Stadt Mannheim. Heute weiß man wieder, daß er um alle Wasseradern herumgebaut wurde Im Mittelalter finden sich Belege über den Gebrauch der Wünschelrute als eine besondere Methode einzelner Bergleute, die man Rutengänger nannte. So wurden z.B. Rutengänger im Harz eingesetzt, um nach Silberminen zu suchen. Nach den Berichten aus dieser Zeit sollen Sie sehr erfolgreich gewesen sein.
Rutengänger wurden während d. 30jährigenKrieges (1618 1648:) zum Aufspüren von Schätzen eingesetzt.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts hin haben Rutengänger beobachtet, dass Menschen die stark durch Wasseradern oder Gesteinsbrüche belastet waren, sehr wahrscheinlich dadurch erkrankten. Mit diesen Beobachtungen wurde das Interesse auch auf Tiere und Pflanzen gerichtet. Die Wünschelrutengänger fanden heraus, dass es Tiere und Pflanzen gibt, die sich besonders wohl in Erdstrahlenbelastung fühlen ( sogenannte Strahlensucher ) und andere, die die Belastung meiden ( sogenannte Strahlenflüchter ). Eine englische Rutengängerin berichtet 1897, dass Bienen ( Strahlensucher ), deren Stock Erdstrahlen belastet steht, bis zum dreifachen mehr an Honig geben als Bienen, deren Stock nicht Erdstrahlen belastet steht.
In Bad Wiessee wurde 1909 die damalige stärkste JodSchwefelQuelle Deutschlands von Rutengängern gefunden, Damit war die Grundlage für das Heilbad geschaffen
Während des ersten Weltkrieges (1914 1918) sind Pendler und Rutengänger an allen Fronten eingesetzt um Wasser, Höhlen und Blindgänger zu finden.
1929 führte der Rutengänger Gustav Freiherr von Pohl ein aufsehenerregendes Experiment durch. Ohne jemals in Vilsbiburg/Niederbayern gewesen zu sein, oder jemanden dort zu kennen, untersuchte er die Stadt auf Erdstrahlen. Diese Untersuchungen fanden unter amtlicher Aufsicht statt. Von Pohl zeichnete einen Plan und markierte Häuser, die auf extrem starken Erdstrahlenfeldern standen. Ein Vergleich durch den Bezirksarzt, Herrn Obermedizinalrat Dr. Bernhuber, mit den Leichenschauscheinen aus ca. 12 Jahren, führte zu dem Ergebnis, daß alle Krebstodesfälle in den markierten Häusern vorgekommen waren. Aufgrund der Veröffentlichung der Untersuchung kam es besonders in der Ärzteschaft zu großen Diskussionen.
Anläßlich des Bayerischen Chirurgenkongreßes in München 1932, bekannten sich eine Reihe von Ärzten zu der Auffassung, daß die vorgelegten Beweise so eindeutig und unwiderlegbar seien, daß die medizinische Wissenschaft sich umstellen müsse.
Der Reichsbahn Amtmann Georg Kittemann findet in Tegernsee 1933 eine noch größere Jodquelle wie in Bad Wiessee. An die Entdeckung der JodSchwefelQuelle erinnert in der Innenstadt von Bad Wiessee eine Bronzefigur mit einer Wünschelrute.
Im Vietnamkrieg (ca.1970)setzten die Amerikaner trotz ihrer modernen Ausrüstung Radiästheten ein, vor allem zum Aufsuchen von Verstecken, Höhlen, Minen. Es gab eine eigene militärische Abteilung dafür. Auch die Ausbildung wurde direkt vom Militär durchgeführt.